Grand Cañon du Verdon

Wild rauschen die Wasser im weiten Revier

von mayer ( Jürgen Sesselmann )
 


von der MC: Der WANDERBURSCHE 1 (1985)
von der CD: WANDERBURSCHE 1 (2004)
von der CD : LIEDER von UNTERWEGS - Bockreiter singen mayer 2 (2002)

aus dem Liederbuch : Der WANDERBURSCHE (1985)
die überarbeitete Partitur aus : LIEDER von UNTERWEGS (2005)


Worte : 13. Mai 1979
mayer / © Jürgen Sesselmann
Weise :
11. März 1979 mayer / © Jürgen Sesselmann



We-MC-79 : Werkstatt Musikkassette 1979 ( Titel 2 ) - [FrüFa - Bockreiter]

Nur jetzt schlägt für uns die Stunde - Wild rauschen die Wasser im weiten Revier

We-CD-22 - 2018 : Werkstatt XXII ( Titel 3 )

Grand Cañon du Verdon — Wild rauschen die Wasser im weiten Revier, wir schreiten


Grand Canon du Verdon

Werkstatt XXII

Die Hörprobe stammt von einer Studioaufnahme aus dem Jahr 2018. Sie ist der CD - Werkstatt XXII entnommen.

 
 

Die Geschichte des Liedes

 


Südfrankreich März 1979 – Eines der Ziele der damaligen Osterfahrt des Ordens war die Durchwanderung des "Gorges du Verdon" auch "Grand Cañon du Verdon" genannt, eines sehr kleinen Bruders des amerikanischen "Grand Canyons". Der türkisfarbene Verdon hatte sich im Laufe seiner Geschichte bis zu 500 Meter tief durch das Kalksteingebirge der südlichen Provence geschnitten. Das stete Rauschen dieses Wildflußes mischte sich mit seinen vielen Echos zu einem Wirrwarr an Geräuschen. Nach einiger Zeit glaubte man darin fremde Stimmen zu hören, oder manchmal sogar den Ruf des eigenen Namens. — Im Schatten einer weitläufigen Höhle hielten wir zu einer längeren Rast an. Mich selbst beindruckte dieser machtvolle "Lärm" des Wasserrauschens sehr, mehr zumindestens als die ganze traumhafte Landschaft um mich herum, sprach doch hier eine Urgewalt ungezähmt und gezügelt aus sich selbst heraus. Ich konnte gegen dieses brüllende "Rauschen eines Wasserfalls" laut ansingen, ohne daß die Kameraden viel davon mitbekamen. In dieser Höhle probierte ich meine neue Melodie mit diesem gewaltigen Rauschen im Hintergrund aus. Erste Zeilen Text fanden sich bald auf einem Stück Papier niedergeschrieben, sodaß ich schnell eine erste Strophe fertigstellen konnte. – Nach dem Verlassen dieser gewaltigen Schlucht erlahmte in mir die Lust, an dem neuen Liede weiter zu arbeiten. Anscheinend war diese Rauschen für mich die einzige Stimulanz gewesen. Zwei Monate später wieder in Deutschland konnte ich das »Wild rauschen die Wasser im weiten Revier« vollenden, das ich etwa dreißig Jahre später trotzdem in »Grand Cañon du Verdon« umbenannte. Der Name dieses Flußes sollte zumindestens im Titel des Liedes seine Beachtung finden.


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Jürgen Sesselmann (mayer)
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