Trollsegen

Tief und dunkel Wolken um uns hängen drohend bis zum

von mayer ( Jürgen Sesselmann )
 


aus :
Werkstatt

Worte : 30. September 2017
mayer / © Jürgen Sesselmann
Weise :
1. Oktober 2017 mayer / © Jürgen Sesselmann



We-CD-19 - 2018 : Werkstatt XIX ( Titel 8 )

Trollsegen - Tief und dunkel Wolken um uns hängen drohend bis zum Horizont, kalte


Trollsegen

Werkstatt XIX

Die Hörprobe stammt von einer Studioaufnahme aus dem Jahr 2018. Sie ist der CD - Werkstatt XIX entnommen.

 

Die Geschichte des Liedes

 


Anfang Oktober 2017 - Schon länger geisterte bei mir die Idee um ein klassisches Regenlied im Kopfe herum. Und als ich auf einem Fest den Führer meiner ersten Großfahrt nach Norwegen nach Jahrzehnten wiedertraf, nahm diese Idee konkretere Gestalt an. Weshalb nicht den Liedtext über meine erste Großfahrt schreiben? Damals marschierten wir als Fahrtenfrischlinge täglich zwischen 30 bis 40 km meist bei stetem Regen. Der Poncho fatterte glänzend über dem Affen und wir waren froh die Strecke zu schaffen. Der Regen nahm dabei eine zweitrangige Rolle an, denn das Marschieren auf regennasser Straße nahm den größtenteil unserer Kraft in Anspruch. Es blieb kaum Platz für das Maulen und Wettern über den permanenten Regen. Unser Anführer kam damals gerade frisch von der Bundeswehr als Falschirmspringer und Einzelkämpfer und war ein grosses Vorbild für uns Jungspunde. Er hatte immer den schwersten Rucksack und sorgte vorzüglich für uns. So waren wir froh, wenn es abends mal wieder in ein Quartier in Bauers Scheune ging. Dort interessierte uns dann mehr das Essen, als das verfluchte Wetter. Wir schrieben unser Unglück dem Fluch eines Trolles zu, dessen Heimstatt, einen großen Stein im Wald, wir unwissentlich geschändet hatten. Natürlich regnete es im Sommer 1970 auch nicht dauernd, aber in einem Lied muß man halt ein wenig übertreiben, sonst ist es einfach zu langweilig zum Singen. Denn jeder hatte mit Sicherheit irgendwann mal ähnliche Erlebnisse gehabt. Und zurück blieb allen nur die Erinnerung an die bewältigten Strapazen. Also wäre so etwas niemals ein Grund, das Handtuch zu werfen, und das auf Fahrt gehen abzubrechen. Nur Wenige taten dies, eher spornten solche Erlebnisse zu neuen Fahrten an: der gesunde Trotz einer intakten Fahrtengruppe.
Bei der Melodie war ich bemüht das Triste des Marschieren im Regen und unsere gedrückte Stimmung einzufangen, und ebenso das Hoffen, daß es bald besser werden würde.


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Jürgen Sesselmann (mayer)
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