Wanderburschen, Musikanten

Über alle Breit' und Längen, sieht man sie am Biere hängen

 

von mayer ( Jürgen Sesselmann )
 


Lied aus :
Werkstatt


Worte : 9. Juni 2017
mayer / © Jürgen Sesselmann
Weise :
10. Juni 2017 mayer / © Jürgen Sesselmann



We-CD-18 - 2018 : Werkstatt XVIII ( Titel 18 )

Wanderburschen, Musikanten - Über alle Breit' und Längen, sieht man sie am Biere


Wanderburschen, Musikanten

Werkstatt XVIII

Die Hörprobe stammt von einer Studioaufnahme aus dem Jahr 2018. Sie ist der CD - Werkstatt XVIII entnommen.

 

Die Geschichte des Liedes

 


Mitte Juni 2017 - Seit einigen Monaten versuchte ich bereits einen passenden neuen Liedtext zu schreiben, in dem ich einige sich reimende, lateinische Zeilen aus der Carmina Burana verwenden könnte. Ich hatte mir etliche Auszüge dafür bereits vorher ausgewählt, damit ich das notwendige Versmaß für meinen deutschen Text kannte. Nun hatte ich endlich das Glück, während meiner Autofahrt zur Arbeit kam mir ein erster 8-zeiliger Vers in den Kopf. Natürlich mußte daran noch gearbeitet werden, doch war damit der erste Schritt getan. Letztendlich kürzte ich die 8 Zeilen Verse auf nur 4-zeilige herab, denn es kamen ja noch zwei weitere Zeilen des lateinischen Textes hinzu. Da alle Zeilen aus acht Silben bestanden, konnte ich so aus den herausgestrichenen Zeilen zwei weitere Strophen bilden. Nach kleinen Korrekturen wie hier und da ein Wort zu ändern, war mein Liedtext mit lateinischem Refrain fertig. Es hatte teilweise recht derbe Passagen, aber genau das paßte zur Carmina Burana. Jetzt fehlte nur noch eine ihm entsprechende Melodie.
Am nächsten Morgen setzte ich mich deshalb an die fehlende Melodie und dachte, das wird bestimmt leicht. Bei 8-silbigen Zeilen gibt es endlos viele Möglichkeiten. Und genau das war der Pferdefuß. Mir wollte einfach nichts Gutes dazu einfallen. Jede Fassung war vollständig anders, als die vorherige, es gab einfach zu viele Möglichkeiten. Am Schluß wandte ich mich genervt dem lateinischen Refrain zu, um einmal auszuprobieren, wie dieser sich zu Melodien singen ließe. Ich hatte zwar bei Auswahl darauf geachte, keine zu schwer auszusprechenden Worte auszuwählen, doch die Praxis zeigt einem dann immer die übersehenen Mängel auf. – Bei meinem lateinischen Text gab es zum Glück gar keine Probleme, er ließ sich hervorragend singen und ebenso gut merken. Und plötzlich wurde mir bewußt, daß ich damit meinen verzweifelt gesuchten Liedanfang gefunden hatte. Liedanfang und Refrain begannen gleich, aber gegen Ende unterschieden sie sich dem Zweck entsprechend. Es ist eine schwungvolle Melodie geworden, mit ungewohnten Akkordwechseln, aber so etwas war man ja von mir gewohnt.


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