Matroschka-Karussell - G

(Gruppenfassung)

Rosenlippen, Wodka kippen, seid'ne Socken, rote Locken

von mayer ( Jürgen Sesselmann )
 
 


Lied aus : Werkstatt


Worte : 23. Oktober 2011
mayer / © Jürgen Sesselmann
Weise :
13. Oktober 2011 mayer / © Jürgen Sesselmann



We-CD-3 - 2011 : Werkstatt III ( Titel 5 ) - [Erste Fassung]

Matroschka-Karussell - Rosenlippen, Wodka kippen, seid'ne Socken, rote Locken

We-CD-4 - 2011 : Werkstatt IV ( Titel 2 ) - [Zweite Fassung]

Matroschka-Karussell - Rosenlippen, Wodka kippen, seid'ne Socken, rote Locken

We-CD-7 - 2012 : Werkstatt VII ( Titel 8 ) - [Entgültige Gruppenfassung]

Matroschka-Karussell — Rosenlippen, Wodka kippen, seid'ne Socken, rote Locken


Matroschka-Karussell

Werkstatt VII

Die Hörprobe stammt von einer Studioaufnahme aus dem Jahr 2012. Sie ist der CD - Werkstatt VII entnommen.

 

Die Geschichte des Liedes

 



Mitte Oktober 2011 konnte ich endlich ein Projekt zu einem besonderen russischen Lied abschließen. Die Idee dazu spukte mir bereits seit mehreren Jahren im Kopf herum, doch mir fehlte die zwingende Idee der Umsetzung. Das Konzept war eigentlich recht simple - das Lied hatte russische Frauen und deren Namen zum Thema. Eine Aufzählung allein wäre natürlich zu langweilig gewesen und kam deshalb dafür nicht in Frage. Während der Arbeit an "Der mächtige Alltai" dem "russischen Hoch im Norden" lag die Lösung plötzlich vor mir. Die Strophen mußten nur aus vier viersilbigen Zeilen bestehen und als markantes Zeichen keine Verben enthalten. Bei dieser Kürze einer Zeile konnte ich ohne Probleme auf diese verzeichten. Schnell war dann die Geschichte eines "Ratespiels" in diesem Falle, das Erraten des Frauennamens zu entsprechender Beschreibung gefunden. Den Abschluß des Liedes hatte ich bereits einen Tag später absolviert, spürte aber, daß ich etwas Wichtiges übersehen hatte. Irgend ein Pfederfuß verbarg sich noch im Liedtext.
Tags darauf begann ich am textlichen Feinschliff und versuchte mich darin, die ersten zwei der sechs Strophen auswendig zu lernen. Und da war er der Pferdefuß! Da es sich um ein sehr kurzes Lied handelte, eigentlich nur sechzehn Silben lang + dreisilbigem Fauenname, denn mehr als die Hälfte wiederholte sich in allen Strophen, hatte ich es auf 6 Strophen angelegt. Der Gedanken man könne schon 6 verschiedene Frauennamen erlernen, erschien mir recht simple. Der Haken liegt aber im Detail. Ich vermochte es nicht mir die richtige Reihenfolge dieser 6 Mädchen zu merken. Immer wieder kam ich mit diesen durcheinander. Die Beschreibung zu jedem Mädchen half da auch nicht viel weiter. Ich mußte im Text eine gute Hilfe verstecken.
Bis jetzt hatte ich als Kehreim 7 verschiedene Mädchennamen verwandt, die in keiner der sechs Strophen als Lösung vorkamen, im Lied wurden also ingesamt 13 Namen erwähnt. Ich strich diese überflüssigen Sieben und setzte dafür meine sechs Lösungsnamen in richtiger Reihenfolge ein. Die letzten drei Namen mußte ich aber anstelle als dreisilbige Koseform wie: Annuschka, Tanjuscha etc. als zweisilbe Kurzformen des Namen verwenden (Anja, Tanja ... etc.), da ich sonst Probleme mit der Melodie bekam, oder einen Namen weglassen mußte. Das Schöne bei diesen Namen ist aber, man braucht nur am Ende des Namens: Tanja das "a" durch ein "uscha" ersetzen, schon hatte man die Kurzform in die längere Koseform "Tanjuscha" verwandelt. Dies dachte ich mir, wird man beim Erlernen schon hinbekommen.
So zwingen einen manchmal simple Dinge wie das Auswendiglernen eines Textes, diesen deshalb den Notwendigkeiten anzupassen.
Anfang November die Reihenfolge der Reime in allen 6 Strophen getauscht. Rosenlippen - Wodka kippen etc. . Beim Singen stellte es sich heraus, daß der aufeinander folgende Reim bei diesen kurzen Versen so besser zur Geltung kommt. Den Melodiebeginn hatte ich teilweise etwas höher angesetzt, da die tiefen Passagen nicht so gut klangen und ebenso am Liedende den Melodieverlauf von "tief nach hoch" in "hoch nach tief" fallend geändert. Im Text habe ich die Worte Branntwein durch Wodka und Cello durch Domra ersetzt.
Ende April 2012 machte ich aus der Not eine Tugend. Etliche Sänger hatten doch einige Mühe die passenden Namen zur entsprechenden Strophe zuzuordnen und im Gedächtnis zu behalten. So wandelte ich die Ausage in den Strophen, "wie hieß bloß dies Mägdelein", sodaß das Nichtbehalten der Namen zum Thema wurde. In einer abschließenden, siebenten Strophe erklärte der Text dann lapidar, daß zukünftig alle Mädchen nur noch mit "mein Schatzilein" angeredet würden. Im Juni die Gruppenfassung auf 4 Strophen gekürzt.

Die Entstehung hin zur Balladenfassung kann hier nachgelesen werden.


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