Fröhliche Woche mit Freunden (1941)

Vermehrte Neu-Fassung

des Börries, Freiherrn von Münchhausen

 

Geschichte, Briefe und Aufsätze

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Fröhliche Woche mit Freunden, 1941

(c) Börries, Freiherr von Münchhausen



Νίξ δήδε μάλα μαχρή άζέσφατος. ούδέ πω ώρη
Εΰδειν έν μεγάρψ. σύ δέ μοι λέγε ζέσχελα έργα.


Lang ist heut die unendliche Nacht. Im Saale zu schlafen
ist noch zu früh, mein Freund. So erzähle mir Wunder und Werke.

(Odyssee 11, 374)


Vorwort zum 18. Tausend

Ich habe der Leserschaft das „Recht auf den unveränderten Neudruck” dieses meines Buches auf die Dauer nicht zugestehen können.
In den jahren 1924 und 1925 erschienen in der Deutschen Allgemeinen Zeitung eine Reihe Aufsätze, die ich „Briefe aus Windischleuba” nannte, und die später von etwa 60 anderen zeitungen nachgedruckt wurden. Ich hatte in jenen Briefen aus meinem Leben erzählt, und hatte eine Menge lustiger und nachdenklicher Geschichten eingeflochten, die, wenn die Fröhliche Woche einige Jahre später erschienen wäre, gewiß in diese aufgenommen wären. Meine Freunde drängten, ich sollte jene „Briefe aus Windischleuba” in Buchform herauszugeben, aber ich mochte nicht zwei Plauderbücher haben (eines scheint mir in manchen Stunden schon zuviel!).
Als ich nun jetzt dies Buch für eine Neuausgabe zurechtmachte, habe ich es um eine Anzahl jener späteren und anderen Geschichten und Erinnerungen vermehrt.
Wesentlich ist mir, zu sagen, daß dies Buch nicht wichtiger genommen werden darf, als es ist und sein will. Ich hatte weder die Absicht, ein lebens- und Erinnerungsbuch zu schreiben, noch wollte ich eine Anekdotensammlung zusammenstellen. Plaudereien sind es, nichts anderes! Aber da ich am liebsten über Selbsterlebtes plaudere und auch den Geschichten meiner Freunde, wenn ich sie selber wiedererzähle, die Ichform gebe – seit Vetter Hieronymus tut das jeder Erzähler aus uraltem Plauderrecht –, so ließ es sich nicht vermeiden, einige Angaben auch über mein Leben zugrundezulegen. So gibt es also Stellen, die ganz autobiographisch sind, und Stellen, die ganz anekdotisch sind (oder eiligen Lesern scheinen!), so wie eine Kette von Bernsteinperlen zwischen den geschliffenen „Krallen” (wie unsere Apelerschen Bäuerinnen sagen) den Aufreihfaden zeigt.

Windischleuba, 1941
Freiherr Börries von Münchhausen

aus dem Vorwort des Buches


254 Seiten, gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, blauer Karton mit goldgeprägter Deckelvignette und goldgeprägtem Rückendeckel, farbiger Kopfschnitt, Fraktur, Format 13,1 x 18,9 cm, 1941 - 15.-18. Tausend (1. Auflage 1922), Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart und Berlin




Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 1935
Vorwort 1941

Inhalt

Montag :
- Wer? Was? Woher? und ein Stück Kriegs-Tagebuch

Dienstag :
- Berliner Jahre

Mittwoch :
- Von allerhand Briefen

Donnerstag :
- Von meinen Vorträgen

Freitag :
- Nach zwanzig Jahren. Ein Märchen

Sonnabend :
- Bei uns auf dem Lande

Sonntag :
- Gäste

Die Bücher von Börries, Freiherr von Münchhausen
Einige Aufsätze des Dichters
Vertonungen Münchhausenscher Gedichte [28 KB]


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Jürgen Sesselmann (mayer)
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