Biographie

von Wojciech Kossak


 
Wojciech Kossak
 

Wojciech Kossak

Selbstportrait in der k.k. Landwehr-Ulanenuniform, 1878


Der Maler Wojciech Horacy Kossak wurde am 31. Dezember 1856, als Sohn des bekannten polnischen Malers Juliusz Kossak (1824–1899), in Paris geboren. Sein Zwillingsbruder aber kam erst nach Neujahr als Tadeusz Kossak (1. Januar 1857, Paris - 3. Juli 1935, Poland) zur Welt. Sein Vater gab ihm seine ersten Zeichenstunden. Er studierte von 1871 bis 1873 Kunst an der Krakauer Kunstakademie bei Władysław Łuszczkiewicz. In der Zeit von 1873 bis 1875 setzte er seine Ausbildung an der Münchner Akademie in den Ateliers von Aleksander Strähuber, Aleksander Wagner und Wilhelm Lindenschmit fort; seine künstlerische Haltung wurde jedoch hauptsächlich im Einflussbereich von Józef Brandt geprägt. Nach einem einjährigen Militärdienst im Krakauer Ulanenregiment, in den Jahren 1876 und 1877 zog er nach Paris, wo er mit Léon Bonnat und Alexander Cabanel seine Maltechnik an der École des Beaux-Arts perfektionierte. Im Jahr 1884, nach seiner Rückkehr nach Polen, heiratete er Maria Kisielnicka und ließ sich in Krakau im Familienpalast Kossakka nieder.
In seiner Berliner Zeit von 1895 bis 1902 arbeitete er als Hofmaler für Kaiser Wilhelm II. und nannte sich, da dies deutscher klang, Adalbert von Kossak. Die Bilder aus jener Zeit signierte er aber weiterhin meistens mit seinem richtigen Namen.

Wirkungstätten seines Malerdaseins :

1873 - 1876 — Rußland ; Wien / Österreich ; München / Deutschland
1877 — Paris / Frankreich
1895 - 1902 — Berlin / Deutschland - Hofmaler bei Kaiser Wilhelm II.
1913 - 1921 — Warschau / Polen
1923 & 1924 — Vereinigte Staaten von Amerika
1928 - 1932 — Vereinigte Staaten von Amerika

Wojciech Horacy Kossak wurde im Jahre 1913 Professor der Kunstakademie Szkoła Sztuk Pięknych in Warschau und nahm danach am Ersten Weltkrieg teil. Als Kriegsmaler war er dem k.u.k. Kriegspressequartier zugeteilt. Nach dem Krieg kam er in Kontakt mit einflussreichen Persönlichkeiten wie Marschall Ferdinand Foch und Józef Piłsudski, die er auch porträtierte. Im übrigen lebte er in den Jahren 1923 bis 1924 und 1928 bis 1932 in den Vereinigten Staaten. Den Schwerpunkt seiner Arbeiten bildeten vor allem nach dem Ersten Weltkrieg die verschiedenen Themen der polnischen Geschichte und Zeitgeschichte. Er verstarb am 29. Juli 1942 in Krakau.

Sein Sohn, Jerzy Kossak (11. September 1886, Krakau - 11. Mai 1955, Krakau), trat bereits früh in des Vaters Fußstapfen und wuchs ebenfalls zu einem bekannten Maler heran. Er bediente exakt die selben Bildthemen, die bereits sein Vater gemalt hatte. Teilweise übernahm er sogar bestimmte Motive und varierte sie nur mit seinem Malstil.



Krakauer Hochzeit, 1940 - Öl auf Leinwand
(c) Wojciech Kossak, Polen



Seine Bilder erzählen farbige Geschichten aus seiner polnischen Heimat. Im Besonderen wären sein Zyklus »Winter auf dem Lande / Zima na wsi« und seine »Studien alter Meister«, Bilder nach Motiven bekannter Maler zu erwähnen. Die winterlichen Bilder beschreiben das ländliche Leben Polens, die nach ihren Kompositionen auch in einem anderen, weitläufigen slawischen Land liegen könnten. Die Gesichter der Menschen zeigen Facetten der einfachen Menschen, die mit und in ihrer Lnadschaft leben. Arbeitende Menschen, lachende und weinende , reitende und laufende, tanzende und singende Menschen, wie sie zu diesem weitläufigen Lande gehören. Seine vielfarbigen Herbstmotive locken einen geradezu der Landstraße zu folgen und das Abendlager an einem noch unbekannten Ort aufzuschlagen.



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Jürgen Sesselmann (mayer)
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