Nachtmarsch

Der Mond steht überm Tale jetzt

 

von Manfred Hausmann
 
 
Nachtmarsch
( Marville, 1918 )
 

Nachtmarsch

Liedtext (PDF)

1. Der Mond steht überm Tale jetzt,
wir singen und marschieren,
wir singen, pfeifen, und zuletzt
verstummen wir und frieren.
//: Gasmasken klappern, Stiefel schnurrn.
Das Tal wird breit und breiter.
Links vor uns rollt ein dumpfes Murrn.
Wir klappern schweigend weiter. ://

Nachtmarsch

Partitur (PDF)

2. Das Land verschwimmt in Glanz und Duft,
im Walde wiehern Pferde,
nach Chlordunst schmeckt und Rauch die Luft
und nach zerrißner Erde.
//: Nun fängt's auch rechts zu murren an
im Nebel wie Gewitter.
Ein Widerschein schwankt himmelan,
Leuchtkugellichtgezitter. ://

Nachtmarsch

Hörprobe (mp3)

3. Da weiß, da rot, da sternumzackt,
notrufende Kaskaden.
Die Hand am Kolben fester packt:
Wir kommen, Kameraden!
//: Die Füße gehn im gleichen Schritt,
es strafft sich jede Sehne.
Der Leutnant pfeift, wir pfeifen mit,
wir pfeifen durch die Zähne. ://



Worte: Marville 1918 Manfred Hausmann (1898-1986) © dessen Rechtsnachfolger
Weise: mayer 2011 Jürgen Sesselmann)


von der CD : YUKONFLÖSSER - Bockreiter singen mayer 4 (2014)

aus dem Gedichtband : Manfred Hausmann - Jahre des Lebens, 1938 — 1. bis 3. Auflage, Suhrkamp Verlag, Berlin

siehe auch : Manfred Hausmann - Gesammelte WerkeBand 11: Nachtwache / Alte Musik / Füreinander, 1983 — 1. Auflage, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main


Instrumentalsätze :
mayer 2013 ( © Jürgen Sesselmann ) –> aus : Liedersätze

Klaviersatz : mayer 2015 ( © Jürgen Sesselmann ) –> aus : Liedersätze

Variationen : mayer 2017 ( © Jürgen Sesselmann ) –> aus : Liedersätze


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