Die Drei Wünsche

Und wird des Nachts die Lebenslust

 

von Jürgen Sesselmann
 
 
Die Drei Wünsche
(Ballade)


Die Drei Wünsche

Liedtext (PDF)

1. Und wird des Nachts die Lebenslust
zur Königin gekrönt.
Wir werfen uns an ihre Brust,
den Tugenden entwöhnt.
Bald der neue Tag beginnt,
da die Zeit so schnell verrinnt.
Wir rufen euch Geister aus der Schattenwelt
und bitten, daß für uns die Zeit man anhält.
Es wird zum Dank die lange Nacht
mit derben Liedern zugebracht.
‘s ist Mitternacht, kein Kirchenbann
die Geisterschar vertreiben kann.
Sie geben heute keine Ruh’.
Uns winken düst’re Schatten zu.
Jahuh, jahuh, jahuh.

Die Drei Wünsche

Partitur (PDF)

2. Gesänge voll Frivolität
zerreissen ein Korsett.
Kein Uhrwerk willens weitergeht
zum seidenen Duett.
Noch zwei Wünsche sind gewährt:
D’rum ein Faß, das sich nie leert.
Wir rufen euch Geister aus der Schattenwelt
und bitten, daß man dieses Bierfaß zustellt.
Zum Dank soll dann mit aller Macht,
gesoffen werden diese Nacht.
‘s ist Mitternacht, kein Kirchenbann
die Geisterschar vertreiben kann.
Sie geben heute keine Ruh’.
Uns winken düst’re Schatten zu.
Jahuh, jahuh, jahuh.

Die Drei Wünsche

Hörprobe (mp3)

3. Der Rausch im güld’nen Gerstensaft
gereicht uns zur Labsal.
Doch unerfüllt der Lenden Kraft;
Trost schenkt kein Göttermahl.
Haben doch der Wünsche drei:
Dralle Dirnen bringt herbei.
Wir rufen euch Geister aus der Schattenwelt
und bitten, daß jeder ein Weib erhält.
Es wird zum Dank in wilder Nacht
den Jungfern nicht nur Hof gemacht.
‘s ist Mitternacht, kein Kirchenbann
die Geisterschar vertreiben kann.
Sie geben heute keine Ruh’.
Uns winken düst’re Schatten zu.
Jahuh, jahuh, jahuh.

4. Die Wollust tobt im Himmelbett .
Schon schmatzt ein erster Kuß.
Wie ziert die Kleine sich kokett.
Fängt doch den Heimatschuß!
Blitz! Donner! Pfaffe im Talar
zwingt uns zur Heirat zum Altar.
Wir rufen euch Geister aus der Schattenwelt,
die Ehe, die war von uns garnicht bestellt.
Um Mitternacht ruft nur ein Narr
zum Tanze auf die Geisterschar.
Schlag Ein Uhr dann der Kirchenbann
für heut’ den Spuk vertreiben kann.
Doch für uns ist dahin die Ruh’,
uns winkt die Angetraute zu.
Jahuh, jahuh, jahuh.

5. Dahin die derben Zoten sind,
wie auch die Zecherei.
Ein freches Lied, ein schönes Kind,
all das ist nun vorbei.
Ich wünscht’, die Barke des Charon
mich armen Tor trüg’ bald davon.
Ich wär’ dann, wie die Geisterschar,
von Zwölf bis Eins zum Spuken da.
Jahuh, jahuh, jahuh.


Worte: mayer 1.+2. Strophe 1986, 3. bis 5. Strophe 2000 Jürgen Sesselmann)
Weise: mayer 2002 Jürgen Sesselmann)


von der CD : TAVERNENLIEDER - Bockreiter singen mayer 1 (2002)

aus dem Liederbuch : TAVERNENLIEDER (2005)


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