Die Burg

Wir haben den Berg erklommen

 

von Manfred Hausmann




Das Gedicht stammt aus :
Ich habe trotz intensiver Suche die Ausgabe der Erstveröffentlichung nicht finden können. Möglicherweise erfolgte diese in einer Zeitung ca. 1949. Für genauere Hinweise wäre ich sehr dankbar.



—> siehe auch das Gedicht: Der Ludwigstein

Die Burg

Die Burg

Gedicht (PDF)

Wir haben den Berg erklommen,
Jahrhunderte uns umwehn.
Wir wissen woher wir kommen,
wir ahnen wohin wir gehn.
Refrain :
Graue Burg im Sonnenglast,
Burg im Regen, Burg im Schnee,
die du uns gerufen hast,
unsre Burg wie eh und je.

Waldüber zwei Falken kreisen
in Bläue und Einsamkeit.
Wir wollen uns treu erweisen
in dieser verwirrten Zeit.
Refrain :
Graue Burg im Sonnenglast,
Burg im Regen, Burg im Schnee,
die du uns gerufen hast,
unsre Burg wie eh und je.

Bei Tage ist uns geboten
und in der gestirnten Nacht,
für uns und für unsre Toten
zu halten die stumme Wacht.
Refrain :
Graue Burg im Sonnenglast,
Burg im Regen, Burg im Schnee,
die du uns gerufen hast,
unsre Burg wie eh und je.

Wir stehen so frei hier oben.
So laßt uns in Licht und Wind,
nicht kleiner zu sein geloben,
als unsere Träume sind.
Refrain :
Graue Burg im Sonnenglast,
Burg im Regen, Burg im Schnee,
die du uns gerufen hast,
unsre Burg wie eh und je.


Worte : ca. 1949
 Manfred Hausmann (1898-1986)


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