Im Steinklee
Der Wind hat mir ein Kind gemacht im Steinklee hinterm Zaun
Das Gedicht stammt aus : Manfred Hausmann - Gesammelte Werke – Band 12: Unterwegs / Altmodische Liebe / Bittersüß aus dunklem Krug, 1983 — 1. Auflage, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main
Im Steinklee
Der Wind hat mir ein Kind gemacht
im Steinklee hinterm Zaun.
Erst hat die Mutter wild gelacht,
dann hat sie mich verhaun.
Ein Wehn zog übers Kornfeld hin.
Der weiche dunkle Laut
des Regens flüsterte darin
und kühlte unsre Haut.
Dein Mund, dein Arm, dein nasses Haar,
es war, als müßt ich schrein.
Mein Gott, es war so wunderbar,
es war wie schwerer Wein.
Die Mutter fragt mich Tag und Nacht
und schlägt mir ins Gesicht.
Der Wind hat mir ein Kind gemacht,
was andres sag ich nicht.
Worte : zwischen 1947-1982 Manfred Hausmann (1898-1986)
—> zum Lied
—> zum Liedtext
(c) 2009-2022 - Alle Rechte vorbehalten
Jürgen Sesselmann (mayer)
Zur Nutzung meiner Lieder und Geschichten