Tagwerk - Neunter Teil

Die neuen Lieder aus dem Jahre 2012

 


<— das Jahr 2013 — / — die Jahre 2011 bis 2009 —>


31. Dezember 2012


Schnee, 2010

(c) Piotr Olech, Polen

Auf der Straße wohnt die Leere,
langsam nur verrinnt die Zeit,
Staub treibt über heißem Teere,
und kein Schatten weit und breit.
Doch hinter jeder Mühsal harrt,
ein neuer Tag, und Sonne ward
das Los, das uns wird frommen.
Es kann nur besser kommen.

Scheite feucht im Feuer glimmen,
karges Mahl, und Mücken ganz
mit den Tropfen sich einstimmen
zum Choral im Regentanz.
Doch hinter jeder Mühsal harrt,
ein neuer Tag, und Sonne ward
das Los, das uns wird frommen.
Es kann nur besser kommen.

Ich wünsche allen Weggefährten und Gleichgesinnten in diesem Sinne einen glücklichen Neubeginn.


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Fahrtenlos - Kamerad, dir nützt kein Klagen / WS 12

Werkstatt XII


27. Dezember 2012


Frost, 2009

(c) Piotr Olech, Polen

Ein liedreiches Jahr neigt sich seinem Ende entgegen. Während der Jungenbund der Nerother mit seinem alljärlichen Hatschi-Tippel durch deutsche Landschaften sein Fahrtenjahr beschließt, lege ich allen Weggefährten und Gleichgesinnten aus anderen Bünden ein kleines Lied paßend zum neuen Fahrtenjahr in den Ranzen. "... doch trifft man sich zur Wiederkehr ..."

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Zur Wiederkehr - Wie hat das Los uns doch verführt / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


24. Dezember 2012


Landhaus, 2011

(c) Piotr Olech, Polen

Wie in "Nachts im Wald" erzählen auch die Verse von Attila mit "Nacht am Inarisee" von mythischen Momenten des nächtlichen Waldes. Sie fassen Erlebnisse in Worte, die uns alten Fahrtengängern allesamt bekannt sind, doch fehlten uns die rechten Worte um sie so treffend zu beschreiben. Nach einem langen Tag des Wanderns, nun ohne den Druck des Rucksackes auf den Schultern, vor dem beruhigenden Flackern der Flammen eines kleines Biwakfeuers hockend, und schon ist man im Schlaf versunken. "... da lagen wir im Kreise, tiefblau die letzte Glut, wie man nach unsrer Weise vom harten Tage ruht ..." .

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Nacht am Inarisee - Da waren wir so müde / WS 11

Werkstatt XI


8. Dezember 2012


Rehkitz, 2008

(c) Piotr Olech, Polen

Dieses junge Rehkitz als Vetreter der Waldtiere von Piotr Olech ist das passende Motiv für mein neustes Lied. Nach sehr vielen Jahren fand ich es an der Zeit, auch mal wieder ein jugendbewegtes Wanderlied zu schreiben. Oft genug waren wir mit Rucksack und Gitarre des Nachts unterwegs, denn nur so ließen sich lange Distanzen leicht bezwingen, ohne daß einen der eigene Schweinehund ausbremste. Denn man sah nicht, was noch alles vor einem lag, und meinte dagegen sich sehr schnell vorwärts zu bewegen. Ein Effekt der sich auch bei langen Fahrten mit dem Hundeschlitten auszahlt, anscheinend empfinden die Hunde ähnlich wie wir. "... der Schritte Takt singt unser Lied, welch Klang im Wald, wie's widerhallt ..."

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Nachts im Wald - Wir wandern durch die Stille / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


26. November 2012


Herbst 3, 2012

(c) Piotr Olech, Polen

Und wieder einmal steht ein weiterer Winter vor der Tür, die Rufe der ziehenden Wildgänse sind schon lange verklungen. Für mich ein Anlaß, nach so vielen Vertonungen nun auch mal wieder einen eigenen Text für ein Lied zu verwenden. Diese Naturbeschreibung erzählt aber nicht von der Ferne, sondern weilt im Lebensraum meines Hunderudels, an den Hängen des Taunus. Die Anregung dazu bot mir ein zeitweiliger Gast unter dem Dach des Geheges. Ein Siebenschläfer hatte es zum winterlichen Domizil erwählt, und ab und an kann ich seinen Schatten über Balken und Sparren huschen sehen. Die ausgekämmte Huskywolle hat es ihm angetan, so warm und weich zum Auspolstern seiner Gemächer auf den Hundeschlitten. "... war das ein Herbst im Überschwang, mit Farben, wie ein bunter Klang ... die Luft riecht leis nach Schneegesang ..."

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War das ein Herbst - Verhängen Nebel klamm ihr Grau / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


19. November 2012


Artillerist und Mädchen, nach 1909

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

"... Und protzt er ab und kracht der Schuß, so leuchtet sein Gesicht ...", diese Worte sagen eigentlich genug über das Gedicht von Klabund, dessen Verse man dieses Mal nicht allzu ernst nehmen darf. Entsprechend habe ich auch die Melodie dazu angelegt, als ein recht lustiges Soldatenliedchen. "... Doch wenn er nachts sein Mädchen hat, macht er bei ihr Quartier. Es schießt kein anderer Soldat als wie der Kanonier .."

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Der Kanonier - Weitaus der trefflichste Soldat / WS 10

Werkstatt X


17. November 2012


Schäfer, 2008

(c) Pijotr Olech, Polen

Diesmal habe ich ein frühes Gedicht von Börries, Freiherr von Münchhausen aus seiner Studentenzeit ausgegraben, das in keinem seiner Gedichtbände enthalten ist. Es erzählt auf lustige Weise vom Leben in den Tag hinein, ohne dabei an ein Morgen zu denken. Eine Lebensart, die mir selber sehr bekannt vorkommt, erkenne ich mich doch in vielen Worten der Verse wieder. "... ich hab nun einmal keine Hand fürs Wahren und fürs Sparen, all Geld und Gut zerrinnt wie Sand bei meinem Wanderfahren..."

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Ritter Habenichts - Ich bin der Ritter Habenichts / WS 10

Werkstatt X


4. November 2012


Auf der Fährte, 1927

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

"... ich sags den Herren allen ... den keiner noch im Schuß gewann muß fallen! Muß fallen!" Dieses Gedicht "Jagdlied" von Börries, Freiherr von Münchhausen konnte ich als eines der letzten zum Liede vertonen. Es ist ein schlichtes Gedicht mit einer ebenso gefälligen Melodie. Da es recht getragen gesungen wird, ist sein Klang nicht mit den üblichen Liedern über die Jagd vergleichbar. Und trotzdem fallen die Töne ähnlich einem Signal eines Jagdhorns. "Aufschreit der Schuß, die Bracke lärmt durchs Blau des Fingerhutes ..."

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Jagdlied - Die Hohe Jagd hebt wieder an / WS 10

Werkstatt X


28. Oktober 2012


Heuernte 2, 2011

(c) Pijotr Olech, Polen

Wer bei Detlev von Liliencron nur Soldaten- und Reitergedichte vermutet, wird diesem Dichter und seinem Werk mit Sicherheit nicht gerecht werden. Ein schönes Beispiel für den anderen Liliencron sind die Verse "Schöne Junitage". Der Text ist zwar nicht der Jahreszeit entsprechend, doch wähle ich mir die Gedichte nach dem momentanen Gefallen zum Vertonen aus. "... Flußüberwärts singt eine Nachtigall ..." Dieser Beschreibung um einen Tagesablauf in einer Stadt schenkte ich einen Tango der etwas anderen Art. – Das zweite Lied "Der Grollende" von Ludwig Bowitsch wird dafür diesem Herbst gerecht. ".. und wand're ich voll Groll zum Bach ... so schrei'n sie mir wohl Flüche nach, ist auch schon dagewesen."

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Schöne Junitage - Mitternacht, die Gärten lauschen / WS 10

Werkstatt X

Der Grollende - Das Laub verwelkt, die Schwalbe geht / WS 10

Werkstatt X


21. Oktober 2012


Spaziergang im Wasser, 2010

(c) Pijotr Olech, Polen

Die letzten Tage waren endlich wieder einmal ein paar jener glücklichen, doch so seltenen Hans Leip - Tage. Momente bei denen die Vertonungen besonders leicht und treffend von der Hand gehen. Da wäre zum Einen "... und alles von wegen Marie ..", einem lustigen Text um einen Seehund, der gerne seßhaft werden will, dem ich den ihm gebührenden Tango verpaßt habe. Und zum Anderen "... moije Milchmannsmagd. Ob ich es wohl könne, hat sie mich gefragt ...", ein Gedicht um ein junges Mädchen, das recht entblößt im Schlick stecken bleibt. Beides wunderschöne Gedichte, unnachahmlich in ihrer Leip'schen Leichtigkeit und mit der geliebten, kleinen Prise Verruchtheit. Alles in allem ein wahrlich rundes Herbstwochende.

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Der Seehund - Ich hab mal in Hamburg ein Seehund / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)

Oevelgönne - Oevel-Oevelgönne, buddelbunter Butt / WS 10

Werkstatt X


13. Oktober 2012


Blick auf die Basilika in Bardo, 2014

(c) Pijotr Olech, Polen

Mein erstes Bild von Piotr Olech – "In der Provinz" ist nun fertig geworden, wie mir der Maler stolz berichten konnte. Er ist mit seiner Arbeit sehr zu frieden, und mir, der ich dieses Herbstmotiv immer wieder betrachte, gefällt es von Tag zu Tag noch ein bißchen mehr. Gerne würde ich auch durch eine Straße, wie jene gemalte, leibhaftig wandern und so einen ruhigen Flecken wie bei der lesenden Frau vorfinden. Da fiele mir ein Vorbeiziehen doch wahrlich sehr schwer. Warum denn auch? – Ist bei einem Tippel nicht mehr der Weg, denn das Erreichen eines gelegten Zieles wichtig?

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Wartburg-Abschied - Das war ein Herbst voll Lust / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


3. Oktober 2012


Kartoffelernte, 2010

(c) Piotr Olech, Polen

Ein weiteres Ende eine langen Jahres ist nun eingeläutet worden, die ersten klaren, kalten Nächte erinnern einen wieder daran, daß der Herbst nun gerade Einzug hält. Meinen Hunden wurde wieder ein dickes Strohlager in den Hütten bereitet, denn in mondklaren Nächten wird der Vorbote des Winters, Bruder Frost schon mal testhalber vorbeischauen. Meine kanadischen Espen, andere Temperaturen gewohnt, haben noch nicht ihr leuchtendes Gelb aufgelegt, doch die heimische Fauna schreitet wie immer voran. Zu diesem Anlaß fand ich bei Münchhausen eine schöne Herbstbeschreibung aus jener Landschaft, die ich so sehr liebe, dem Thüringer Wald.

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Thüringer Herbst - Kartoffelfeuer rauchten blau / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


30. September 2012


Ulan mit Mädchen am Brunnen, 1941

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Wieder bin ich zu den Texten von Freiherrn Börries von Münchhausen zurückgekehrt, dessen schlichte Themen und einfühlsamen Naturbeschreibungen mich immer wieder reizen und seit der gelungenen Gesangspräsentation "des Romfahrers" von den Bockreitern um so mehr. Sein abendlicher Besuch einer leeren Dorfgaststätte "Abendstimmung" und sein Liebesgedicht um eine entführte Angebetete "Pferd und Frau" führten mich dieses Mal zu schönen Melodien. Auch wenn das Letztere bereits von Keh vertont wurde, mochte ich diese schönen Verse für eigene Interpretationen nicht übergehen.

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Abendstimmung - Durch Nacht und Dunkel der Regen / WS 9

Werkstatt IX

Pferd und Frau - Ich habe manches Weib geküßt / WS 9

Werkstatt IX


30. August 2012


Walzende Gesellen

Bockreiter singen mayer - CD 3

Die neue Musik-CD Walzende Gesellen - Bockreiter singen mayer 3 wurde endlich fertiggestellt. Im Gegensatz zu den ersten beiden CDs » Bockreiter singen mayer 1 - Tavernenlieder und Bockreiter singen mayer 2 - Lieder von Unterwegs « stammen diesmal alle Aufnahmen vom Altordensbruder-Singkreis im Orden der Bockreiter. Hörproben zu meinen neuen Liedern auf dieser CD werden auch hier bald zur Verfügung stehen.

—> Informationen zur Musik-CD : Walzende Gesellen


Der Romfahrer - Weißverschneite Weserberge / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


26. August 2012


Ein Trommler, 1907

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

" Und Trommeln und Pfeifen, das war mein Klang, und Trommeln und Pfeifen, Soldatengesang, ihr Trommeln und Pfeifen, mein Leben lang hoch Kaiser und Heer! " nur das war Liliecron aus seiner geliebten Soldatenzeit in den Jahren 1863 bis 1871 als Reiteroffizier erwähnenswert.
Auch mich hatten diese seine Trommeln und Pfeifen in ihren Bann geschlagen, sodaß ich diese Verse unbedingt vertonen wollte. Mir schwebte dabei aber mehr ein Klang jener Landsknechte des 16. Jahrhunderts mit ihren Pfeifen und Trummen, denn das unheilvolle Geschützgrollen aus dem Frankreichfeldzugs von 1870/71, vor.

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Mit Trommeln und Pfeifen - Mit Trommeln und Pfeifen / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


4. August 2012


Die neue Bockreiter CD - Walzende Gesellen macht gute Fortschritte und wenn unsere letzten Sänger von ihren Fahrten zurückgekehrt sein werden, können wir mit den Instrumentalaufnahmen diese dann auch beschließen. Eine Hörprobe einer Werkstattaufnahme aus diesem Jahr » Nachtmarsch « , mit einem Text von Manfred Hausmann, steht nun zum Anhören bereit. Leider mußten wir dieses Lied aus thematischen Gründen auf die nachfolgenden CD verschieben, da die jetzige doch mehr den Fahrtenliedern vorbehalten sein soll.


Nachtmarsch - Der Mond steht überm Tale jetzt / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


16. Juli 2012


Napoleonischer Offizier mit einem Husar, 1921

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Diese Verse von Detlev von Liliencron, entworfen wie ein buntes Schlachtenbild, mußten einfach vertont werden. Gerade weil die "Kleine Ballade" doch auch mit einem Augenzwickern erzählt wird, lockten sie mir eine Melodie wie einen leichten Tanz hervor. Nun tänzeln beide, das schwarzmähnige Pferd und das blutige Schwert des Reiters, anmutig im Reigen. "... Und in den Staub der letzte Schelm, der mich vom Sattel wollte stechen! ..."

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Kleine Ballade - Hoch weht mein Busch / WS 9

Werkstatt IX


27. Juni 2012


Abend, 2011

(c) Piotr Olech, Polen

Diese Naturbeschreibung mag ich besonders ob seiner schlichten Prägung, ohne dabei Notwendiges ausgelassen zu haben. – Wie oft hatte ich Ähnliches auf Fahrten erlebt, wie oft dem Abend entgegengefiebert. Entweder war dann das Ziel endlich erreicht, oder aber der Körper sehnte sich nach der wohlverdienten Pause. "... und Morgenröten sah mein Aug erstehen und Morgenröte sah dies Aug vergehen ..."

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Am Abend - Nun bin ich durch so manches Land gezogen / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


24. Juni 2012


Märzwetter, 2011

(c) Piotr Olech, Polen

Wieder einmal habe ich ein Gedicht von Attila vertont, das diesmal den Fahrtenbeginn am Anfang eines Jahres zum Thema hat. Sie beschreibt im "März" das Gefühl wieder auf Fahrt gehen zu müssen. Wie der innere Drang einen dazu antreibt, nun endlich wieder die muffige Stube gegen das da Draußen zu tauschen. "... ich kann zu Haus nicht hocken, sobald der März beginnt ..."

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März - Der März taucht schon die Straßen / WS 8

Werkstatt VIII


23. Juni 2012


Am Fluß Narew, 2011

(c) Piotr Olech, Polen

Dieses verträumte Gedicht um einen Kahn und seinen Steuermann stammt von Joseph Victor von Scheffel , dessen schlichte Geschichte mich schon beim Lesen ansprach. Liebevoll wird nur angedeutet, was der Steuermann wahrscheinlich am anderen Ufer zu tuen gedenkt. "...Schifflein, und was ich dann weiter noch tu', schweigend vertrau es der Nacht..."

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Abendliche Kahnfahrt - Eile, mein Schifflein / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


22. Juni 2012


Trabend im Frühling, 1938

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

"... Die Stunde gilt allein! Und Zaudern kann nicht frommen, was kommen will, soll kommen ..." diese Zeilen klingen wie ein Sinnspruch der Nerother und doch entstanden sie etwa 70 Jahre früher. Wenn ich auf solche Verse stoße, erfolgt eine Vertonung meinerseits fast zwangsläufig. Wie sprechen mir die direkten Worte des Dichters Ludwig Bowitsch aus dem eigenen Herzen. Schnörckellos schlicht verkünden die Verse etwas Gewichtiges für die eigene Lebensphilosophie.

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Frisch in die weite Welt - Frisch in die weite Welt! / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


27. Mai 2012


Am Rande des Waldes, 2009

(c) Piotr Olech, Polen

Vor kurzem hatte ich das Glück einen weiteren Künstler zum Illustrieren meiner Lieder gewinnen zu können. Es handelt sich diesmal um den polnischen Kunstmaler Piotr Olech, dessen stimmungsvolle Landschaftsbilder meinem Boreal-Zyklus, also allen russischen Liedern, ein besonderes Gesicht verleihen. Ich möchte mich hier nochmals dafür bedanken, daß er mir diese Möglichkeit dazu eingeräumt hat. Nach intensiveren Betrachtungen habe ich seine Ölbilder inzwischen auch zur Illustration meiner anderen Lieder verwandt. Ein kleiner Ausschnitt seiner Arbeiten kann hier eingesehen werden, alle anderen Werke seines Schaffens stehen auf seiner eigenen Website zur Ansicht bereit.

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20. Mai 2012


Parforce Jagd, 1903

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Vor über 100 Jahren entstandt jenes Gedicht, das ich mir diesmal zum Vertonen ausgewählt habe. Carl Bulcke hatte den "Reitertag" als Jura-Student in Göttingen verfaßt und Börries, Freiherr von Münchhausen übernahm als Herausgeber es mit in den Göttinger Musen-Almanach für 1901. Es handelt vom Wohlgefühl des Reiters, alle Sorgen zurücklassend und einfach der Nase nach querfeldein dahin zu galoppieren. Eine Stimmung, die uns als Wandervögel und gleichgesinnte Fahrtengänger doch sehr bekannt vorkommt. "... pfeift ein Pirol sein Morgenstück, im Juninebel dampft die Heide, o Reitertag! O Reiterglück! ..."

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Reitertag - Die Faust am Bug, den Fuß am Bügel / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


19. Mai 2012


Talk to the Trees

(c) Sue Coleman, Kanada

Erneut ein Lied über mein geliebtes Yukon Territory in Canada und damit ein weiteres aus meinem Nordamerika-Zyklus, daß von einer 700 km langen Floßdrift der Bockreiter auf dem Yukon River erzählt – einer abenteuerlichen Nerother Fahrt, die mir viele Liedmotive, besungene wie unbesungene, bescherte und der ich Erlebnisse und Einsichten verdanke, die ich heute nicht mehr missen will. Es handelt vom Floßbau, vom Leben an Bord, vom Durchqueren der Five Finger Rapits und dem allabendlichen Anlanden im Kehrwasser. "... die milchigen Wasser, nie ruhen sie still, es trägt uns der Yukon, wohin er grade will ..."

Das Aquarell »Talk to the Trees« wurde von der kanadischen Aquarell-Malerin Sue Coleman gezeichnet.

—> zur Website von Sue Coleman


Yukonflößer - Bäume fällen, flößen, längen / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


18. Mai 2012


Eine Straße, 2010

(c) Piotr Olech, Polen

Hier komme ich dem Wunsch aus etlichen Gruppen nach, die mich um ein einfaches neues Fahrtenlied baten. Die Verse stammen wieder von Attila, einer älteren Pfadfinderin, die sie 1962 auf Fahrt an der türkischen Ägäis schrieb. Es handelt wie der Titel "Auf der Straße" schon vermuten läßt, vom langen Marschieren und Trampen auf allen Straßen rund um die Windrose. Diesmal hat das Lied keinen Refrain, doch kann bei Bedarf die letzte Zeile jeder Strophe wiederholt werden. "... Vagabund und Tramper, Blatt im Wegewind, ohne Haus und Heimat, ohne Weib und Kind."

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Auf der Straße - Auf der Straße treibt der Wind / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


16. Mai 2012


Trauzeugen, um 1910

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Lange zögerte ich dieses von Klabund 1917 verfaßte Gedicht um ein sich zierendes Mädchen zu vertonen. Da es in leichter bayerischer Mundart verfaßt wurde, wird dies für viele eine Hürde zum Singen sein – "I loaß nie koan Mannsbild in mei Schlafkammer nei!" . Da sich das wechselnde Versmaß aber sowieso besser als Ballade eignet, habe ich mich doch dazu entschlossen. Es wurde eine recht lustiges Lied daraus, daß durch den gleichen Kehreim in allen Strophen sich trotzdem auch in den Gruppen singen läßt. Es ist aber besser für den Einzelvortrag in einer Singerunde geeignet, den Refrain könnten aber alle gemeinsam singen. "... holodiö, holodiö, und ein sakrisch grünes Hütl, das tät ihr gefall’n."

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Die Hochzeitsglocken - Begegnet mir mein Dirndl / WS 8

Werkstatt VIII


27. April 2012


Krakauer Hochzeit, 1932

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Die ersten Kommentare zum Matroschka-Karussell zeigten mir eine Schwierigkeit auf. Etliche Sänger hatten doch einige Mühe die passenden Mädchennamen zur entsprechenden Strophe zuzuordnen und im Gedächtnis zu behalten. So machte ich aus der Not eine Tugend und wandelte die Ausage in den Strophen um. "Wie hieß bloß dies Mägdelein?" macht das Nicht-behalten-können der Namen der Freundinnen zum eigentlichen Liedthema und in einer abschließenden, siebenten Strophe erklären die Verse dann lapidar, daß zukünftig alle Mädchen deshalb nur noch mit "mein Schatz" gerufen würden.

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Matroschka-Karussell - Rosenlippen, Wodka kippen (Ballade) /WS8

Werkstatt VIII


15. April 2012


Fischerhafen in Kuznica, 2009

(c) Piotr Olech, Polen

Hans Leip versteht es auf unnachahmlich Weise mit den Worten zu malen, seine lyrischen Bilder erzählen von den Schönheiten und erotischen Momenten der maritimen Welt. Auch mich hatten seine Verse wieder mit auf eine dieser Reisen auf See mitgenommen, und ich hörte den Silberschrei der Möven über die See fliegen. Für mich ein zwingender Grund jenes Gedicht der Seemusik für eine Vertonung auszuwählen, und dieses der Jahreszeit entsprechend in eine Frühlingsmelodie zu kleiden. " Tirallala, juchhei! - Der Möve Silberschrei! " mit diesen Worten klingen die einzelnen Strophen aus.

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Seemusik - Der Möve Silberschrei / WS 7

Werkstatt VII


18. März 2012


Teresa, 2007

(c) Piotr Olech, Polen

Als ich die Zeilen "... O süße Aramia, komm an mein Knie! ..." aus einem Hans Leip Gedicht um eine Hafenhure las, wußte ich sofort, das will ich unbedingt vertonen. Der Wunsch und die letztliche Tat liegen aber oft weit auseinander, waren mir doch beim Lesen die vielen Vermaßunterschiede garnicht aufgefallen. Ein Schuß Schlaftrunkenheit zeigte mir letztlich den Weg, diese Hürde mit einer sehr simplen Melodie zu überwinden. – Einige Kritiker ob meiner "komplizierten" Melodien mögen sich freuen, diesmal gibt es nur eine Tonart mit 3 Akkorden, Hans Leip sei es gedankt.
Das von Leip gezeichnete Bild stammt aus: Die kleine Hafenorgel, 1942 - 4.-7. Tsd., Christian Wegner Verlag, Hamburg

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Aramia - Die Schlüsselmutter machte / WS 10

Werkstatt X


7. März 2012


Nach dem liederreichen Jahr 2011 studiert der Altordensbruder-Singkreis vom Orden der Bockreiter dieses Mal meine neuen Lieder ein. Aus der Fülle dieser Lieder wollen wir die besten für eine weitere Bockreiter-CD auswählen. Im Diezer Tonstudio beginnen nun die ersten Probeaufnahmen zu diesem Vorhaben. Noch sehr viele Stunden an Arbeit liegen vor uns, für mich selber gilt es die Partituren dem letztlich Gesungenen anzupassen. Das Ziel liegt sehr klar vor Augen, doch die Länge und die Mühen der Wegstrecke läßt sich nur erahnen, und sind uns zum Glück noch unbekannt.


Maruschka und Majenka - Komm, Maruschka, tanze! / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


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