Tagwerk - Zehnter Teil

Die neuen Lieder aus den Jahren 2011 bis 2009

 


<— das Jahr 2012


27. November 2011


Mädchen und Pferd, 2011

(c) Piotr Olech, Polen

Alle ungeplanten Dinge bergen immer den Reiz des Überraschenden, so auch erging es mir mit der Ballade um "Die Rote Tanja". Das Lied kam zu mir, wie diese Tanjetschka, überraschend, spontan, reizvoll und sehr, sehr zielstrebig. Eigentlich hätte ich zu jener Zeit schlafen sollen, aber mein Kopf hatte sich anders entschieden und lies mich stattdessen einen neuen Liedtext schreiben. Hier kann ich getrost sagen, das Lied kam mir im Schlafe. "Rote Haare, Sommersprossen sind des Teufels Artgenossen", genau wie in diesem Kinderreim ist diese Rote Tanja in dieser Ballade. Mit ihr hat die "Schwarze Mamba" nun eine Schwester bekommen, eine russische Schwester mit einem bemerkenswertem Charakter. Das Bild am Rande könnte ihr ähnlich sehen, zumindestens stelle ich mir das Mädchen Tanjetschka aus dem Liede so ungefähr vor.

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Die Rote Tanja - Was machtst du mir so hübsche Augen / WS 14

Werkstatt XIV


21. November 2011


Auf dem Segler Paris, 1927

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

"... auf den Wellen tanzt das Boot, Sturm bläst nicht gelinde, und wir holen an die Schot, segeln hart vorm Winde ..." Ähnliche Motive wie bei der Vertonung von "Island", ein weiteres Gedicht von Attila (Verena C. Harksen), bewogen mich, auch dieses zu vertonen. Im Besonderen deshalb, da ich auf meiner langen Fahrt von 1980 auch diese Insel für 4 Wochen erleben durfte. Später führte mich mein Tramp dann in die Yukon-Terrotories Kanadas, wo ich auf meine Kameraden der Bockreiter traf und ein weiteres Abenteuer begann.
Doch zurück zu Attilas Gedicht, es handelt hauptsächlich vom Kampf eines Segelschiffes, das gegen die Urkräfte des Meeres trotzt. Ich wählte hierfür dieses Mal einen 3/4 Takt, der den Tanz des Schiffes untermalen sollte. "... Sturmwind treibt uns hin und her, fern zum Himmelsrande, Horizont versinkt im Meer blauer Zauberlande ..."

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Nach Island - Auf den Wellen tanzt das Boot / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


17. November 2011


Zwei Welten, 1934

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Warum nicht mal ein Lied über einen lebenden Mythos schreiben? Die Geschichten um und über den Nerother Wandervogel sind Legion. Es ranken sich um diesen Bund viele wahre und wahrscheinlich auch einige wenige unwahre Erzählungen. Wie mit der Maus im Porzellanladen aus der inzwischen im Volksmund ein Elefant geworden ist. Aber es bleiben trotzdem sehr gute Geschichten und solche hört oder liest man immer gerne. So entstandt aus der einfachen Idee heraus ein schlichtes Lied über all die Geschichten, die um diese Nerother ranken. Wie sie wohl wären und was diese denn alles täten? "Wann singen nochmals wir die Lieder? Wann steh'n erneut ums Feuer wir geschart?" mit diesem abschließenden Zeilen jeder Strophe sind sie sicher recht treffend beschrieben.

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Die Nerother - Laßt uns mal die Sonne jagen / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


12. November 2011


Canada Geese 2

(c) Sue Coleman

Auch heute ziehen die Wildgänse wieder singend über meine Hunde und mich, den Zurüchbleibenden, dahin. Wehmütig folgt mein Blick ihrem keilförmigen Zug in die Ferne. Eigentlich müßte ich es ihnen gleich tun, wieder losziehen, alles andere hinter mir bedenkenlos zurücklassen und wieder duch die endlosen, bunten Wälder Nordkanadas vagabundieren. Eigentlich ...
An den letzten zwei Wochenenden konnte ich eine weitere Werkstatt-CD zu meinen neuesten Liedern als Arbeitsgrundlage aufnehmen. Einige Lieder gelangen recht gut, doch einige könnten bestimmt noch besser klingen. Dies aber soll dann unserer nächsten Bockreiter-CD überlassen bleiben. Drei Lieder, die mir besonders gut gefallen, sind der » Der mächtige Altai «, das » Matroschka-Karussell « und die » Ausreise « mit einem Text von Manfred Hausmann. Diese jetzt noch so jungen Lieder werden später bestimmt einmal gerne gesungen werden.


—> zum Gesang der ziehenden Graugänse


5. November 2011


Legionärsstern, 1915

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Durch Zufall hielt ich mal wieder meine Werkstattmappe "Schöne Gedichte zum Vertonen" genau im rechten Moment in der Hand. Zu oberst lag das Gedicht "Nachtmarsch" von Manfred Hausmann, er erzählt darin von seinen Erlebnissen 1918 in Marville während des Ersten Weltkrieges. Bei all der Gefahr, all dem Tod und Verderben eines Krieges können Soldaten in einem flüchtigen Augenblick trotzdem auch etwas Schönes in ihm finden. Was wie ein Wetterleuchten, wie ein Feuerwerk erscheint, bedeutet aber vielfachen Tod in der Ferne. Und trotz oder gerade wegen dieses Wissen darum sind diese Leuchtkugeln für einen kurzen Moment einfach nur schön.
Gerade wegen dieser scheinbar zwiespältigen Stimmung habe ich mich entschieden, dieses Gedicht zu vertonen.

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Nachtmarsch - Der Mond steht überm Tale jetzt / CD 11

Bockreiter CD 11 - Yukonflößer (2014)


30. Oktober 2011


Winter auf dem Lande 7, 2011

(c) Piotr Olech, Polen

Passend zum Frost, einem jener ersten Vorboten des Winters, konnte ich der Börries, Freiherr von Münchhausen Ballade um einen heimkehrenden Kreuzritter, spielt etwa um 1100, einen schlichten Klang verleihen. Wehmütig denkt er an seine winterliche, aber so ferne Heimat, während er noch unter italienischer Sonne von einem Fährmann in einer Gondel durch Venedig geschifft wird." Vor mir steht der welsche Ferge auf der Gondel schmalem Rand " und " Meine Faust gehört dem Kaiser, doch dies Herz dem Vaterland " waren einige der Zeilen, die mich zur Auswahl bewogen und mir einen gewichtigen Eindruck um die Art der benötigten Melodie vermittelten.

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Der Romfahrer - Weißverschneite Weserberge / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


29. Oktober 2011


Eine Nachricht flaggen, 1935

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Die schönen aber leider auch recht seltenen Seemannslieder von Manfred Hausmann, wie die "Bambus Bar" zum Beispiel, gefielen mir von Anfang an ausnehmend gut. Es sind Gedichte wie man sie bei Hausmann eigentlich nicht vermuten würde. Ein weiteres Gedicht aus diesem Reigen » Ausreise « habe ich nun vertont. Gerade Textpassagen wie "Ich weiß noch, daß es fort und fort auf unser Segel schneite" oder der Beginn des Kehrreims "Leb wohl, Gesine, schönstes Angesicht! Der Kapitän ruft: Achterleinen los!" verführten mich dazu, auch diesem Gedicht eine Melodie zu schenken. Trotzdem dauerte es fast ein Jahr, bis ich mit meinem Entwurf zu frieden war. Jede Strophe endet mit der schlichten, schönen Aussage "Ost oder West, der Ozean ist groß".

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Ausreise - Die erste Reise ging nach Baltisch Port / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


23. Oktober 2011


Lustige Fahrt 2, 2011

(c) Piotr Olech, Polen

Über zehn Jahre bedurfte die Fertigstellung meines Liedes um die vergebliche Rückkehr eines Vagabunden. In seiner alten Heimat angekommen, muß dieser leider feststellen, daß ihm diese inzwischen zu fremd geworden ist. Heimatlos wendet er sich wieder der ihm bekannten Fremde zu und läßt sich in ihr ziellos dahintreiben.
Für das Ratelied um die russischen Frauennamen mußte ich nicht so lange ausharren. Dafür übersah ich beim Schreiben des Liedtextes, daß man sich die vielen Namen auch noch merken können muß. So mußte ich trotz der Kürze aller sechs Strophen diese vollständig umschreiben und vereinfachen. 13 verschiedene russische Frauenname waren definitiv zu viele Namen zum Auswendig lernen.

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Schrei der Elster - Von kargen Bäumen tröpfelt schrill / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)

Matroschka-Karussell - Rosenlippen, Wodka kippen / WS 8

Werkstatt VIII


15. Oktober 2011


Fuchs, 2012

(c) Piotr Olech, Polen

Schon länger trage ich den Wunsch in mir, eine ähnliche Naturbeschreibung wie in dem Lied "Frühling dringt in den Norden" zu schreiben, dieses Mal aber über die Schönheiten der russischen Landschaften. Meine intensiven Erlebnisse im kanadischen Norden halfen mir dabei die fehlenden russischen Erlebnisse auszugleichen. Ich wählte deshalb dafür eine recht ähnliche Landschaft – das "Altai-Gebirge" im sibirischen Süden an der Grenze zur Mongolei, in der selbst die dort lebenden Tiere häufig den kanadischen Arten entsprechen. Trotzdem steht jetzt am Liedende die Mongolei und nicht Sibirien. Der Grund ist recht profan: Mongolei reimt sich nun mal auf Altai und Sibirien nicht. – Alle Ähnlichkeiten zwischen beiden Liedern sind deshalb von mir bewußt gewählt. Die Melodie verdanke ich aber eindeutig meinen Siberian Huskies, alle Details findet ihr unter der Entstehung des Liedes.

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Der mächtige Altai - Der Raben Schreie krächzend weh'n / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


8. Oktober 2011


Zurücktreten, 2009

(c) Piotr Olech, Polen

Ich hatte mal wieder Lust einen Tango zu schreiben, denn eine schöne Musikphrase lag mir bereits auf der Zunge. Da ich aber keinen eigenen dafür passenden Text parat hatte, wählte ich das Gedicht von Klabund um die "Mädchen von Paris", daß ich für einen Tango besonders treffend hielt. Ich hatte diesen Text bereits in meiner Auswahlmappe von Gedichten, die ich gerne noch vertonen würde. Es ist wieder eines jenes kurzen, frechen Texte, die ich an ihm so sehr schätze. » Schopf und Schoß: ein goldnes Braun bei der Krone aller Fraun, wild und mild und bittersüß sind die Mädchen von Paris. «

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Die Mädchen von Paris - Soll man denn den Dichtern / WS 2

Werkstatt II


25. September 2011


Vergessener Garten, 2009

(c) Piotr Olech, Polen

Es gibt Texte die mich förmlich anschreien vertont zu werden. Als ich den hessischen Mundart-Refrain aus dem Gedicht " Am Grenzwall " erstmals von Attila zu hören bekam, wußte ich sofort, das mußt du zum Klingen bringen. Da das eigentliche Gedicht in Hochdeutsch geschrieben worden war, würde es auch über die hessischen Landesgrenzen hinaus noch gesungen werden können.
Das Gedicht von Joseph Victor von Scheffel schildert uns, wie ein römischer Legionär, der ein Liebesverhältnis mit einer Chattenjungfrau hat, in nächtlichem Überfall gefangengenommen und, zum Menschenopfer anläßlich des Odinsjulfest bestimmt, von seinem blonden Mädchen freigebeten wird.
Jede Strophe wird mit folgendem eingängigen Kehrreim gekrönt : " Ei, hamm', hamm', hammär disch emol, emol an dei'm verriss'ne Kamisol, du schlechtär Kärl, du schlechtär Kärl, du schlechtär, schlechtär Kärl! "

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Am Grenzwall - Ein Römer stand in finstrer Nacht / WS 2

Werkstatt II


20. September 2011


Man kann sich nur noch wundern !!!
 

Ich war eigentlich bis vor kurzem fest überzeugt, daß das Yukon Territory in Kanada läge, doch weit gefehlt! Laut der neuesten Plagiat-CD aus der rechten Szene mit meinem Lied "Frühling dringt in den Norden" war ich gar nicht in Kanada sondern fast in Walhall! Auch mit dem Greif am Himmel scheine ich mich geirrt zu haben, denn das war eine Walküre! Dann dürften die drei im Hintergrund der Aufnahme Grölenden wohl auch keine brunftigen Elchrufe sondern die Stimmen der Ahnen gewesen sein. Ich kann nur staunen !!!
Ich dachte, diesen Liedtext hätte ich ganz eindeutig und verständlich verfaßt, doch irgend ein Dünnbrettbohrer im Lande Namens Fylgien verblüfft einen doch immer wieder aufs Neue. Aus dem Wort Nordland gleich den Schluß zu ziehen, das dies in der Nähe von Walhall läge, ist zwar sehr gewagt aber nicht ganz unmöglich. Die unverhohlene Drohung aber dort auch noch Dünnbrettbohrers Ahnen anzutreffen, läßt mich diesen Ort tunlichst meiden. Vielleicht gibt es ja auch noch ein Walhall für die Nichtverwirrten, denn ich habe noch niemals aus den Sagas von Odin oder Helgi gehört "die Mücken dort sind zur Plage mir geworden". – Gab es da nicht auch noch einen schönen Platz mit 72 Jungfrauen ?


—> zum illegalen Tonträger : Auch bald vergessen - Teil 2


3. September 2011


Herbst am See, 2010

(c) Piotr Olech, Polen

Spielfahrten haben im Nerother Wandervogel eine lange Tradion, ob im Orden oder auf Bundesebene wurde singend durch die Lande gezogen. Diese musikalischen Reisen ereignen sich auch heute noch im Kleinen an vielen Wochenenden des Jahres. Die Anläße sind Legion von Vortragsreisen, Laienspieltheater, Hochzeiten, Beerdigungen oder einfach nur aus rheinländischer Freude heraus. – Das werbende Ständchen unterm dem Fenster der Liebsten, wie in "Nachtmusik" von Manfred Hausmann beschrieben, findet auch weiterhin seinen Platz im musikalischen Reportaire der Nerother – "Du sollst uns nur so hören, als wär es der nächtliche Wind".

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Nachtmusik - Die Bäume duften und schweigen / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


29. August 2011


Strand bei Jeltikowo, 2008

(c) Piotr Olech, Polen

Ich wähle die Themen meiner Lieder nach meiner momentanen Stimmung aus. Der eine Tag ist für ein Liebeslied bestimmt, ein weiterer Tag nur für eine Ballade gut und ein dritter gar nur für ein Soldatenlied gedacht. So war der letzte Tag ein Tag für ein Seemannslied und führte mich zu einem weiteren Gedicht aus Attilas Fahrtenbüchern. — "Tage und Nächte sind wir gefahren." – Zahllose Fahrten könnten wir mit diesem oder einem ähnlichen Satz beginnen lassen oder sie damit beschließen. Der Weg als Sinn des vielfältigen Erlebens auf Fahrt. Attilas Gedicht » Island « erzählt von einer abenteuerlichen Überfahrt nach Island. Die Verse träumen vom Norden mit seinen langen Tagen und hellen Nächten und dem endlosen Wind. Wer jemals in Island war, weiß worüber sie schreibt. Er ist aller Orten der stete Begleiter der Fahrenden auf dieser Insel - der ruhelose, kalte Wind. Und er "weht weit, so weit und läßt uns nicht ruhn".

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Island - Tage und Nächte sind wir gefahren / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


20. August 2011


Tscherkessen in der Neuen Welt, 1912

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

In unseren Lieder singen wir manchmal Namen von fernen Städten und Orten. Namen die nach Entdeckungen und Abenteuer klingen, die uns zurufen: "Jetzt zieht wieder hinaus". – Samarkand ist ein solches dieser geheimnisvollen Worte, umwoben vom Zauber über Geschichten und Mysterien aus fernen Ländern.
Erneut hat mich ich ein Gedicht aus Attilas Fahrtenbüchern dazu animiert, es zu vertonen. Es erzählt vom westlichen Eroberungszug der Reiterhorden unter Dschingis Khan auf Samarkand zu, die etwa um 1220 dann den Plünderungen und Zerstörungen der mongolischen Heerscharen zum Opfer fiel.. » ... Endlos, endlos langes Reiten durch das weite Steppenland ... « lautet der wiederkehrende Satz im Refrain des Liedes.

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Samarkand - Auf der Steppe ziehn von Norden / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


8. August 2011


Es gibt wahre Geschichten und es gibt gute Geschichten. — Manchmal bekomme ich eine neue Anekdote um das Entstehen eines meiner Lieder erzählt, denn ich liebe gute Geschichten. Viele wahre und viele gute Geschichten um meine Lieder werde ich in der nächsten Zeit in der Lieder - Bibliographie erzählen. Die Geschichte vom Roten Wein im Becher ist bereits vorhanden, und die um die Schwarze Mamba wird sicher bald folgen, wie viele weitere auch.


—> zu den : Geschichten der Lieder


6. August 2011


Mädchen und Mohnblumen, 2008

(c) Piotr Olech, Polen

Im Geiste ein Klabautermann und Vagabund, so umschrieb er sich selber und wählte Klabund als sein Pseudonym. Seine frühen Werke sprühten diesen besonderen, jungendlichen Geist aus, an dem die zeitgenössischen Wandervögel sogleich einen Gleichgesinnten erkannten, weshalb seine Gedichte in jener Zeit auch häufig vertont und gesungen wurden. — Aus seinem umfangreichen Werk an Romanen, Erzählungen und Gedichten, habe ich mir diesen frechen, erotischen Text von 1917 zum Vertonen ausgewählt. In » Matrosenlied «, erzählt Klabund eine weitere der zahllosen Geschichten um Seeleute und ihre amourösen Abenteuer.

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Matrosenlied - In Algier sind die Mädchen schwarz / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


3. August 2011


Windmühle, 2007

(c) Piotr Olech, Polen

Viele Versuche liegen hinter dieser Melodie. Niemals war ich mit einem meiner Entwürfe zufrieden, die Stimmungen entsprachen einfach nicht dem mir vorliegenden Gedicht von Manfred Hausmann; bis auf das eine Thema vom November 2010. Die jetzige Form entstandt diesen Juli während der Aufnahme meiner Werkstatt CD. – Es ist ein ansprechendes Tavernenlied aus der » Bambus Bar « geworden, dessen Reiz mehr in den Andeutungen und dem nicht Gesagten, als denn in seiner deftigen Geschichte liegt. Diese Geschichte läßt sich auf drei Worte reduzieren: Saufen, Raufen, Liebe kaufen.

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Bambus Bar - Zwischen Reykjavik und Afrika / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


22. Juli 2011


Storchennest, 2009

(c) Piotr Olech, Polen

Fast zwei Jahrhunderte überspannt meine jüngste Liedschöpfung. — Schauplatz des Textes liegt im brennenden Moskau des Oktobers 1812 und spielt direkt nach Napoleons Rückzug aus der Stadt. – Börries, Freiherr von Münchhausen schrieb 1912 darüber die Ballade » Der Rückzug «, aus der ich zwei Vierzeiler, die "Maruschka Strophen", zur Vertonung entnommen habe. — 2011 schrieb ich dazu als Erweiterung weitere zwei, die "Majenka Strophen", und vertonte alle vier zu » Maruschka und Majenka «. Es ist ein weiteres Lied aus dem Boreal-Zyklus, der nur russische Lieder umfaßt.

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—> russische Fassung : Maruschka und Majenka


Maruschka und Majenka - Komm, Maruschka, tanze! / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


29. Juni 2011


Das Liederbuch » ABENDSCHATTEN « mit neuen Liedern vom Orden der Bockreiter ist erschienen. Das Heft ist auch zum Erlernen der 24 neuen Lieder auf gleichnamiger Musik-CD gedacht. – Noten und Texte meiner neuen Lieder aus diesem Liederbuch können hier schon eingesehen werden ...

—> Informationen zum Liederbuch : Abendschatten



Die neue Musik-CD » ABENDSCHATTEN « gesungen vom Altordens-Singkreis im Orden der Bockreiter wurde fertig gestellt. Hörproben zu meinen Liedern auf dieser CD können bei den entsprechenden Liedern angehört werden.

—> Informationen zur Musik-CD : Abendschatten


Lied eines Tamburs - Die Toten, die Toten des Regiments / CD 9

Bockreiter CD 9 - Abenschatten (2011)


12. Juni 2011


Vagabund, 2009

(c) Piotr Olech, Polen

Meine zwei neuesten Lieder trennen Dekaden. – Der Haderlump als " Lumpenlied " entstanden, stammt mit seiner Melodie bereits aus dem Jahr 1977. Dieses Halunkenlied brauchte im Text viele Anläufe bis zu seinem guten Ende. Ganz anderst die Walzenden Gesellen , ein Lied um Handwerker auf der Walz, die erst Ende 2010 als Text eines Kneipenliedes ohne eine zwingende Melodie entstanden waren, fanden bereits im Juni 2011 zu einem beachtlichen Abschluß. Ich habe den Text bewußt schlicht gehalten und den Kehrreim so gestaltet, daß jeder ihn mitsingen kann, ohne den eigentlichen Liedtext kennen zu müssen.

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Haderlump - Mir lacht die Sonne ins Gesicht / WS 1

Werkstatt I

Walzende Gesellen - Ob vieler Mühsal, Plagen / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


5. Juni 2011


Ein alter polnischer Mann, 1876-86

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Anfang Juni habe ich die Vertonung eines weiteren Gedichtes aus Attilas Fahrtenbüchern von (Verena C. Harksen) aus dem Jahr 1962 vollendet. Ein ergrauter Landsknecht erzählt in »Alter Landsknecht« sinnend über die Taten seiner verlebten Jahre. Die verblüffend einfache Quintessenz seiner verbrachten Lebenstage lautet schlicht: Geritten, geritten!

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Alter Landsknecht - Ich hab vielleicht nicht gut getan / CD 10

Bockreiter CD 10 - Walzende Gesellen (2012)


5. Dezember 2010


Reitender Soldat, 1899

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Endlich ein Text aus meiner Mappe "Das müßte mal gemacht werden" ! Die ersten Zeilen dieses Münchhausen-Gedichtes
»Verreite dein Leid, oder sauf es zurück in die dunkele Brust, draus es stieg, oder such in des Teufels Gebet-Buch dein Glück ..«
bekam ich nicht aus dem Sinn. Nun scheine ich endlich die dafür passende musikalische Form gefunden zu haben.
Das Gedicht ist 1912 entstanden, und ich entnahm es aus » Börries, Freiherr von Münchhausen - Die Standarte – Balladen und Lieder « (1916 - 1. Tausend, Egon Fleischel & Co., Berlin)

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Der Trost des Obristen - Verreite dein Leid / WS 1

Werkstatt I


13. November 2010


Der Altordensbruder-Singkreis vom Orden der Bockreiter trifft sich wieder im Diezer Tonstudio zu neuen Tonaufnahmen. Es soll erneut aus den besten Liedern der letzten Jahre eine neue Musik-CD entstehen — doch ob der musischen Arbeit harret unser noch sehr viel.


11. Dezember 2009


Auf Befehl zur Grenze, 1890

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Vor einiger Zeit bekam ich eine Reihe Gedichte aus Attilas Fahrtenbüchern von einer ehemaligen Pfadfinderin zum Vertonen zugesandt. Der besondere Reiz an Ihnen war und ist, sie entstanden in ihrer aktiven Zeit den 50er-60er Jahren. Und sie bewahrten noch jene Frische und Unbeschwertheit, die wenn "Alte" über ihre Zeit schreiben, meistens fehlen.
Da ich intensiv an einem neuen Themenzyklus "Russische Lieder" arbeite, sprang mir das Gedicht der »Saporoger Kosaken« von Attila (Verena C. Harksen) natürlich sofort ins Auge. Eigentlich sollten im neuen Zyklus keine Kosakenlieder vorkommen, doch soviel zu Vorsätzen.
Die Geschichte im Lied wird aus weiblicher Sicht erzählt, deshalb mußte ich sanft im Text es zum Singen für Jungen anpassen. Für reine Mädchengruppen wird die alte Fassung von Attila passender sein. Den Text stelle ich Euch hier als Mädelfassung zur Verfügung.

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Saporoger Kosaken - Eine Birke auf der Taiga / CD 9

Bockreiter CD 9 - Abendschatten (2011)


22. Oktober 2009


Schlachtfeld Grochowska Erle, 1907

(c) Wojciech Kossak, Polen (1856-1942)

Derzeit beschäftige ich mich intensiv mit den zahllosen Gedichten und Balladen des Börries von Münchhausen, ich lese etliche und manch eines verleitet mich zu einer Vertonung. So auch die folgenden Verse um Münchhausens Erlebnisse im Ersten Weltkrieg als Reseveoffizier im sächsischen Gardereiter-Regiment zu Leipzig. Münchhausen wählte die Schreibweise „Tambur” bewußt.
»Die Toten, die Toten des Regiments« entstandt 1916, ich entnahm es dem Gedichtband: » Börries, Freiherr von Münchhausen - Schloß in Wiesen « (1. bis 3. Tausend, limitiert auf 300 Exemplare, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart und Berlin). Als Refrain habe ich die dritte Strophe des Gedichtes verwandt.

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Lied eines Tamburs - Die Toten, die Toten des Regiments / CD 9

Bockreiter CD 9 - Abendschatten (2011)


5. Juli 2009


Gebirgsbach bei Zakopane, 2010

(c) Piotr Olech, Polen

Eine neue Börries von Münchhausen - Vertonung habe ich vollendet. Das Gedicht »Herbstmorgen« handelt vom morgentlichen Ansitzen im Tal und um die Beobachtungen eines sinnenden Jägers.
Das Gedicht entstandt 1896, ich entnahm es dem Gedichtband: » Börries, Freiherr von Münchhausen - Ritterliches Liederbuch « (1. Auflage 1903, F.A. Lattmann Verlag, Berlin - Goslar - Leipzig).

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Herbstmorgen - Der Atem rauchte mir im Mund / CD 9

Bockreiter CD 9 - Abendschatten (2011)


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Jürgen Sesselmann (mayer)
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